Was ist KYC (Know Your Customer)?

KYC bedeutet „Kenne deinen Kunden“. Es beschreibt den Prozess der Überprüfung der Identität von (neuen) Kunden. Der KYC-Prozess wird durchgeführt, um illegale Aktivitäten wie Geldwäsche oder Betrug zu verhindern und damit sowohl das Unternehmen als auch den Kunden zu schützen.

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Know Your Customer (KYC)
im Überblick

Die KYC-Vorschriften sind für fast alle Institutionen, die mit Geld zu tun haben, relevant.

Wer muss KYC durchführen?

Die KYC-Vorschriften sind für fast alle Institutionen, die mit Geld zu tun haben (also für so gut wie jedes Unternehmen) relevant, darunter vor allem Banken und Finanzdienstleister:

  • Banken
  • Kreditgenossenschaften
  • Vermögensverwaltungsfirmen und Broker-Dealer
  • Finanztechnologie-Anwendungen (Fintech-Apps), abhängig von den Aktivitäten, die sie ausüben
  • Private Darlehensgeber und Kreditplattformen

Eine KYC-Prüfung ist jedoch nicht nur für Unternehmen im Finanzsektor erforderlich, sondern vielmehr für Organisationen aller Branche. Auch bei Politisch Exponierten Personen, die in Beziehung zu Politikern oder Behörden stehen, muss aufgrund des erhöhten Risikos von Korruption und Bestechung, eine Customer Due Diligence (CDD, dt. Sorgfaltspflicht) im Rahmen des KYC Verfahrens erfolgen.

KYC Regulationen und rechtliche Grundlagen

Die zentrale Rechtsgrundlage für das Know Your Customer Prinzip und die Prüfungen bilden für KYC Verifizierungen in Deutschland

Weitere internationale Regelungen zu KYC

Ergänzend zu den EU-Richtlinien bilden der UK Bribery Act, der UK Modern Slavery Act oder die Bestimmungen der Financial Action Task Force (FATF) einen rechtlichen Rahmen für Know Your Customer Aktivitäten in den europäischen Märkten und dem Vereinigten Königreich.

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Welche Bedeutung hat KYC für Unternehmen?

Die umfassende Nutzung neuer Technologien und des Internets macht es notwendig, weltweite Standards zur Identitätsprüfung zu definieren, die zur Bekämpfung krimineller Aktivitäten im Internet beitragen, z.B.

  • Geldwäsche
  • Terrorismusfinanzierung
  • Korruption

Das KYC-Verfahren ermöglicht es Unternehmen die Identifizierung und Prüfung der Identität eines Kunden durchzuführen und sicherzustellen, dass der Kunde tatsächlich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Verhindert werden soll im KYC Check, dass Geschäftsbeziehungen mit Personen entstehen, die unter anderem mit Terrorismus, Korruption oder Geldwäsche in Verbindung stehen.

Die Vorteile von Know Your Customer (KYC)

Insbesondere automatisierte KYC-Prozesse, die von überall, jederzeit durchführbar sind, ermöglichen es Unternehme nicht nur regulatorische Anforderungen zu erfüllen, sondern auch ihren Neukunden ein schnelles Onboarding und Zugriff auf die jeweiligen Dienste und Services zu ermöglichen.

Schnelle Verfügbarkeit.

Nach erfolgreicher KYC-Prüfung erhalten Kunden in der Regel sofortigen Zugriff auf Produkte und Dienstleistungen. Etwaige Verzögerungen oder Schwierigkeiten eines Kauf- oder Vertragsabschlusses zwischen Unternehmen und Nutzern können durch digitale KYC Onboarding-Prozesse erheblich reduziert werden.

Überall und jederzeit.

Benutzer können durch automatisierte Remote-Lösungen jederzeit und von überall aus die KYC Verifizierung durchlaufen. In der Regel bestechen digitale KYC-Identifikationslösungen durch hohe Nutzerfreundlichkeit.

Kosteneffizient.

Unternehmen und Dienstleister profitieren insbesondere bei KI-getriebenen und automatisierten KYC-Lösungen von höheren Konversionsraten und optimierten Kundenakquisitionskosten.

Konform mit Regulationen.

KYC-Prozesse sind in der Regel modular aufgebaut und können daher durch verschiedene Sicherheitschecks und Add-Ons (z. B. QES, 1-Cent-Banküberweisung) für zusätzliche Sicherheit und regulatorische Compliance ergänzt werden.

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Automatisierte Identitätsprüfung ermöglicht es in Zukunft allen BaFin-regulierten Dienstleistern die Kosteneffizienz und die Konversionsraten ihrer KYC-Prozesse drastisch zu erhöhen.
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Was sind die Anforderungen an den KYC-Prozess?

Die Grundanforderungen für den KYC Prozess werden durch Gesetze bzw. in Deutschland durch die BaFin vorgegeben. Die genauen KYC Anforderungen (z. B. KYC Dokumente) variieren je nach Branche, wobei Finanzdienstleister und Banken in der Regel die strengsten KYC Prozesse durchführen müssen.

Der KYC-Prozess besteht darin, zu überprüfen, ob der Kunde tatsächlich derjenige ist, für den er sich ausgibt, und ihm Zugang zu den von ihm benötigten Dienstleistungen oder Produkten zu verschaffen. Diese Überprüfung wird mit verschiedenen Methoden bzw. Technologien (z. B. NFC), Sicherheitsmerkmalen (z. B. Hologramm) und mit verschiedenen Sicherheitschecks (z. B. Biometrie, Liveness) durchgeführt.

Wie funktioniert das KYC-Verfahren?

Da der KYC-Prozess digitalisiert wurde, wird die KYC-Überprüfung durch verschiedene Methoden oder Technologien (z. B. NFC, KI), Sicherheitsmerkmale (z. B. Hologramm) und verschiedene Sicherheitsprüfungen (z. B. Biometrie, Liveness) durchgeführt, wie unter anderem:

Dokumentenprüfung – Das von der Regierung ausgestellte ID-Dokument der Person wird auf Fälschungen oder andere Probleme überprüft.

Liveness Check – Um Spoof-Attacken rechtzeitig zu erkennen, wird eine Gesichtsüberprüfung durchgeführt, um die Live-Präsenz des Kunden sicherzustellen.

Adressüberprüfung – Es wird ein Adressnachweis (POA) eingeholt, der die Adresse auf staatlich ausgestellten Ausweisdokumenten mit dem POA vergleicht.

Alle FAQs über KYC

Wieviel kostet KYC?

Laut einer von Consult Hyperion im Jahr 2017 durchgeführten Studie geben Finanzinstitute jährlich 60 Millionen US-Dollar aus. Laut einer Umfrage von Thomson Reuters aus dem Jahr 2016 geben einige sogar bis zu 500 Millionen US-Dollar pro Jahr für KYC aus. 

Was ist der Auslöser, um KYC durchzuführen?

Auslöser für KYC können sein:

Ungewöhnliche Transaktionsaktivitäten 
Neue Informationen oder Veränderungen beim Kunden
Änderung des Berufs des Kunden
Änderung in der Art der Geschäftstätigkeit des Kunden
Hinzufügung neuer Parteien zu einem Konto

Was sind KYC-Dokumente?

Die Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. In der Regel müssen Kontoinhaber jedoch einen von der Regierung ausgestellten Ausweis als Identitätsnachweis vorlegen. Einige Institute verlangen zwei Ausweisdokumente, z. B. einen Führerschein, eine Geburtsurkunde, eine Sozialversicherungskarte oder einen Reisepass. Neben dem Identitätsnachweis muss auch die Adresse bestätigt werden. Dies kann durch einen Ausweis oder durch ein Begleitdokument geschehen, das die Adresse bestätigt.

Für die Eröffnung eines Bankkontos in Deutschland, benötigen Privatpersonen für das KYC Verfahren mindestens folgende Informationen bzw. die dazugehörigen Dokumente als Nachweis:

Angaben zu den Personalien
Angaben zur Berufstätigkeit
Zweck der Geschäftsbeziehung bzw. Grund für die Eröffnung des Bankkontos
Optional: Gehaltsangaben bzw. Einkommensnachweise (z. B. im Falle verdächtiger Transaktionen)

Für die Eröffnung eines Geschäftskontos (z. B. als mittelständisches Unternehmen) werden folgende Informationen und Dokumente mindestens benötigt:
Angabe zur Rechtsform, Zweck des Unternehmens, Unternehmensname, Firmenadresse
Tätigkeit und Branche
Handelsregisternummer
Ausstellendes Bezirksgericht
Anzahl der Mitarbeiter
Besitzverhältnisse, Firmenstruktur, Gründungsdatum
Angaben zum zu erwartenden Umsatz, ggf. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Ggf. Details zu Kundenbeziehungen

Was ist der Unterschied zwischen Anti-Geldwäsche und KYC?

Der Unterschied zwischen AML (Anti-Geldwäsche) und KYC (Know Your Customer) besteht darin, dass AML sich auf den Rahmen von Gesetzen und Vorschriften bezieht, die Finanzinstitute zur Verhinderung von Geldwäsche befolgen müssen. KYC ist spezifischer und bezieht sich auf die Überprüfung der Identität eines Kunden, die ein wichtiger Bestandteil des AML-Rahmens ist. Die Begriffe AML und KYC werden jedoch oft synonym verwendet.

Sind die KYC-Lösungen von IDnow mit meinen Regulationen/Vorschriften konform?

IDnow bietet für viele Märkte und Anwendungsfälle die richtige Lösung. Neben der BaFin aus Deutschland und der FMA aus Österreich bietet IDnow auch konforme Lösungen für alle anderen EU-Märkte.

Was genau ist die KYC Identitätsprüfung?

Der Prozess der KYC-Identitätsüberprüfung wird von Unternehmen oder über beauftragte Drittanbieter durchgeführt. Ziel ist es, die Identität von Kunden zu überprüfen, um ihre Legitimität und Glaubwürdigkeit zu beurteilen und gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen des jeweiligen Landes einzuhalten.

Warum ist KYC wichtig?

Insbesondere Finanzinstitute wie traditionelle Banken, Fintechs, Neo-Banken, aber auch Kryptowährungsplattformen sind gesetzlich verpflichtet, KYC-Prozesse durchzuführen, bevor sie mit neuen Kunden Geschäfte machen. KYC-Prozesse helfen dabei, die Legitimität der Identität eines Kunden zu klären und potenzielle Risikofaktoren (z. B. politisch exponierte Personen), betrügerische (z. B. Geldwäsche, Identitätsdiebstahl) und andere Finanzverbrechen (z. B. Terrorismusfinanzierung) zu erkennen.

Was sind die Hauptbestandteile von KYC?

Man unterteilt sämtliche Identitätsfeststellungen für Know Your Customer (KYC) in folgende Bereiche:

Customer Identification Program (CIP): Als Bestimmung in den USA im Jahre 2001 eingeführt (USA Patriot Act) gilt CIP als Teil des KYC-Prozesses in den USA, bei der Finanzinstitute die Identität von Personen überprüfen müssen, die Finanztransaktionen mit ihnen durchführen möchten.

Sorgfaltspflicht (EN. Customer Due Diligence (CDD)): Bewertung des Risikoniveaus des Kunden, einschließlich der Überprüfung der wirtschaftlichen Eigentümer eines Unternehmens.

Kontinuierliche Überwachung: Laufende Überprüfung von Transaktionsmuster der Kunden und Monitoring von verdächtigen Aktivitäten sowie PEP-Sanktionslisten.

Wie sieht ein digitaler KYC-Prozess aus?

Ein digitaler KYC-Prozess ist schnell, einfach und sicher. Es ermöglicht Ihnen, sich von überall und jederzeit zu identifizieren. Ein digitaler KYC-Prozess bietet einen bequemen Onboarding-Prozess, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

Im Mittelpunkt eines jeden KYC-Prozesses steht die Verifizierung der Identität des Kunden. IDnow bietet verschiedene Methoden zur Verifizierung der Identität im Rahmen des KYC-Prozesses an. Das Angebot reicht von Video-Chat-basierten über Selfie-basierten bis hin zu NFC-basierten Lösungen.

Warum gibt es verschiedene Methoden zur KYC Identitätsprüfung?

Je nach Anwendungsfall, Sicherheitsbedürfnissen oder gesetzlichen Anforderungen sowie Nutzerpräfenzen und digitale Vorkenntnisse bietet es sich an mehrere Identifizierungsmethoden in seinem KYC Prozess anzubieten (KYC Plattform und „Fallback“-Lösungen).

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Da es nicht den einen KYC-Prozess gibt, kommt es wirklich darauf an, die Bedürfnisse Ihrer Institution zu kennen und die Vorschriften einzuhalten. Aber keine Sorge, IDnow hilft Ihnen dabei, die richtige Lösung für Sie zu finden.

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