eIDAS

Was bedeutet eIDAS?

eIDAS bedeutet elektronische Identifikations-, Authentifizierungs- und Vertrauensdienste. Es ist ein Standard in der EU für die elektronische Identifizierung.

Die eIDAS-Verordnung stellt sicher, dass Personen und Unternehmen ihre eigenen nationalen elektronischen Identifizierungssysteme (eID) für den Zugang zu bestimmten Diensten bzw. Dienstleistungen nutzen können. Sie zielt darauf ab, den Handel in der EU durch harmonisierte Gesetze, Sicherheit, technische Neutralität und Interoperabilität zu erleichtern.

Häufig verwendete Begriffe in der eIDAS-Verordnung

Im Rechtsrahmen von eIDAS gibt es viele Begriffe, die oft austauschbar verwendet werden - und doch je nach Begriffsverwendung unterschiedliche Bedeutungen haben:

Elektronische Identifizierung (eID)

  • eine elektronische Methode, die die Identifizierung einer Person gewährleistet (z. B. die Nutzung der IDnow-Produktplattform)
  • die elektronisch gespeicherten Identitätsdaten einer Person (z. B. auf einem Chip oder in den Zugangsdaten eines Mobiltelefons)
  • der Prozess der Identifizierung oder Authentifizierung in einer digitalen Umgebung (mit Hilfe eines Personalausweises, z. B. des deutschen Personalausweises)

eID-Schema (einfach ausgedrückt - eine Methode zur Verwendung einer eID)

  • Das System beschreibt "ein System zur elektronischen Identifizierung, das vom öffentlichen Sektor, von Privatunternehmen oder von öffentlich-privaten Joint Ventures entwickelt wird".
  • Diese Systeme können von einem Mitgliedstaat "notifiziert" und genehmigt werden, um sicherzustellen, dass das System wesentliche oder hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt. (Die deutsche eID ist ein notifiziertes System, das auf der nationalen ID-Chipkarte basiert)
  • Die digitale Brieftasche ("Digital Wallet") kann als eID-System dienen

Der Prozess der formellen Genehmigung eines eID-Systems wird als "Notifizierung" bezeichnet. Jeder Mitgliedstaat ist für die Notifizierung seines eigenen eID-Systems verantwortlich und muss sicherstellen, dass es die Sicherheits- und Qualitätsanforderungen von eIDAS erfüllt.

Erfüllung der Anforderungen der eIDAS-Verordnung

Die eIDAS-Verordnung legt die Definitionen und Kategorien für die elektronische Identifizierung fest und zielt damit auf die Harmonisierung der Dienstleistungen für die Bürger ab. IDnow-Kunden haben von unserer Fähigkeit profitiert, die eIDAS-Anforderungen zu erfüllen, um unseren Kunden Video und AutoIdent + QES für AML- und Nicht-AML-Anwendungsfälle anzubieten.

Durch die Festlegung rechtlich anerkannter Standards wird eIDAS neue eID-Methoden für digitale Dienste ermöglichen und gleichzeitig eine Möglichkeit bieten, die eigenen digitalen Identitätsnachweise zu speichern. eIDAS wird allen EU-Bürgern und -Einwohnern, die dies wünschen, eine digitale Identität und eine digitale Geldbörse zur Verfügung stellen.

Ein Rahmen für eine europäische digitale Identität mit dem neuen eIDAS-Verordnungsentwurf

Anfang Juni 2021 schlug die EU einen neuen Rahmen für eine europäische digitale Identität vor, die allen EU-Bürgern, Gebietsansässigen und Unternehmen in der EU zur Verfügung stehen wird. Der neue Entwurf der eIDAS-Verordnung sieht vor, dass alle EU-Bürger die Möglichkeit haben werden, ihre Identität nachzuweisen und elektronische Dokumente über eine europäische digitale Brieftasche auf ihrem Telefon auszutauschen. Ihr Ziel ist es, einen neuen Weg für den Zugang zu öffentlichen und privaten Online-Diensten mit einer nationalen digitalen Identifikation zu bieten, die in der gesamten Europäischen Union anerkannt wird.

Eine elektronische Brieftasche wird (als Teil von eIDAS) Folgendes ermöglichen:

  • Speicherung und Verwaltung digitaler Identitätsnachweise aus einer offiziellen Regierungsquelle
  • Speicherung und Verwaltung zusätzlicher Ausweise (z. B. Ausbildungs-, Berufs- oder Gesundheitszeugnisse)
  • Speichern einer QES

Erfahren Sie mehr zu den Möglichkeiten der elektronischen Signatur in unserem eIDAS-Whitepaper.

Die Brieftasche kann für das Onboarding und die Authentifizierung eines Benutzers für AML-, Nicht-AML-, Telekommunikations- und Vertrauensdienstanwendungen sowie für öffentliche E-Government-Dienste verwendet werden.

  • Wallets können von den Mitgliedstaaten oder dem Privatsektor durch Zertifizierung eingeführt werden.
  • Die technischen Standards und der Durchführungsrechtsakt müssen noch festgelegt werden - dies wird in Zusammenarbeit mit den EG-Normungsgremien geschehen.

Die IDnow-Plattform zur Identitätsüberprüfung wird weiterhin mehrere Produkte anbieten, vom traditionellen VideoIdent bis hin zu automatisierten Lösungen wie AutoIdent in all seinen Versionen, BankIdent, eID und auch neuere Produkte in Planung. IDnow wird seine eigene Version einer Digital Wallet in die Plattform integrieren.

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