Identitätsverifizierung mit Hilfe von NFC – alles was Sie über den Tech-Trend wissen müssen

Near Field Communication (NFC) gibt es bereits seit den frühen 2000ern, aber erwachsen geworden ist die Technologie vor allem in den letzten Jahren und während der Pandemie durch ihre kontinuierliche Verbreitung. NFC ist im Aufschwung durch die Nutzung beim kontaktlosen Zahlen mit Hilfe von Smartphones und Kreditkarten oder beim Öffnen von Schlössern mit Hilfe von Smart Keys. Weitere Anwendungen sind denkbar, vieles noch gar nicht vorherzusehen!

Wussten Sie zum Beispiel, dass NFC sich auch bei der Identitätsverifizierung einsetzen lässt?

Smartphones als Schlüssel um NFC nutzbar zu machen

NFC kann als Mittel für das Auslesen von Daten im Rahmen der Identifizierung und Authentifizierung eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Optical Character Recognition (OCR; dem Auslesen von Daten mit Hilfe einer Kamera und anschließender Zeichenerkennung) werden Daten mittels NFC von den RFID Chips, die in vielen Ausweisdokumenten enthalten sind, ausgelesen. Häufig sind dort nicht nur die persönlichen Daten in digitaler Form hinterlegt, sondern auch Biometrie wie ein Foto, Fingerabdrücke und mehr (biometrischer Ausweis).

In den 2000ern steckte die NFC-Nutzung noch in den Kinderschuhen, war doch ein spezielles Gerät für das Auslesen von Daten erforderlich, was eine Hürde in der tagtäglichen Nutzung darstellte. Heutzutage trägt jedoch fast jeder die benötigte Ausrüstung stets bei sich, da moderne Smartphones mit der entsprechenden Funktionalität ausgerüstet sind.

Das passende Gegenstück – Elektronische Identitätsdokumente

Um Daten mittels NFC auslesen zu können ist selbstverständlich der passende Datenträger erforderlich. Glücklicherweise sind heutzutage die meisten Identitätsdokumente mit entsprechenden Chips ausgestattet. Institutionen wie die International Civil Aviation Organisation (ICAO) spielen eine wichtige Rolle bei der Definition von Standards für solche Dokumente, um dafür zu sorgen, dass Staaten keine Alleingänge unternehmen, sondern ein Ökosystem der Interoperabilität geschaffen wird, dass den Anforderungen einer globalisierten Welt angemessen ist. Der Standard ICAO 9303 hat sich hier etabliert und wurde von mehr als 188 Ländern übernommen, welche ihre Ausweisdokumente entsprechend gestalten. So werden Reisepässe mit Hilfe von Chips zu ePässen, nutzbar für die Touch and Go-Identifizierung mit Hilfe eines NFC-fähigen Smartphones oder anderen Geräten.

Sicherheit an erster Stelle – alles auf einen Blick

Durch die Kodierung solch sensibler Daten auf Chips wird Sicherheit natürlich zur höchsten Priorität. ePässe und ähnliche Dokumente sind mit einer Reihe von Sicherheitsmechanismen ausgestattet, um Betrüger und Identitätsdiebe frühzeitig zu stoppen:

  • Schutz der Privatsphäre während der Datenübertragung: Um Ausweisbesitzer vor Lauschversuchen (Abgreifen der Daten) während der Übertragung zu schützen werden Maßnahmen wie das Basic Access Protocol (BAC) eingesetzt.
  • Authentifizierungsmaßnahmen: RFID Chips sind typischerweise mit einer digitalen Signatur des ausstellenden Landes versehen. Jedes Land hat hier sein eigenes Zertifikat, welches verifiziert werden kann, um Fälschungen und Manipulation aufzudecken. Der Prozess wird als passive Authentifizierung bezeichnet. Weitere fortgeschrittene Authentifizierung wie aktive oder Klonauthentifizierung können durchgeführt werden, um herauszufinden, ob das Duplikat eines echten Chips verwendet wird.
  • Schutz vor Identitätsdiebstahl: Viele elektronische Ausweise enthalten nicht nur persönliche, sondern auch biometrische Informationen wie ein Foto oder Fingerabdrücke. Während Fingerabdrücke nur durch autorisierte Behörden verwendet werden dürfen, kann das biometrische Foto genutzt werden, um während des Prozesses die Identität des Nutzers mit dem Ausweis abzugleichen und so Identitätsdiebe zu stoppen, bevor sie Schaden anrichten.
Bald verfügbar! NFC-Funktionalität für IDnow AutoIdent

IDnow ist darauf fokussiert, Technologien wie NFC als Wegbereiter für mehr Kundenkomfort im Onboarding-Prozess in Kombination mit Sicherheitsmerkmalen auf Regierungsniveau zu etablieren. IDnow eID nutzt diese Technologie bereits um Nutzer auf Basis Ihres deutschen nPA (neuer Personalausweis) und der dazugehörigen 6-stelligen PIN zu identifizieren. Zusätzlich erhält nun auch IDnow AutoIdent eine entsprechende Funktionalität für zusätzlichen Schutz vor Betrug und Identitätsdiebstahl in Kombination mit einer angenehmen Nutzererfahrung basierend auf einem hohen Maß an Automatisierung. Bald erfahren Sie mehr!

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